Schaltanlagen nach IEC 61850 – ganz einfach
Die
DNA des Umspannwerks
IEC 61850 ist mehr als nur
eine internationale Norm zur herstellerneutralen Beschreibung von Geräten in
Schaltanlagen mit Vorgaben dazu, wie diese Geräte miteinander kommunizieren dürfen. Sie bildet sozusagen die DNA der Systeme; ganze Kongresse sind ausschließlich diesem Thema gewidmet, und sie bereitet den Betreibern Kopfzerbrechen. Denn die
digitalen Schaltanlagen der Zukunft, die aufgrund des enormen Drucks zur Dekarbonisierung nun schnell und in großer Zahl geplant werden müssen, werden hauptsächlich aus Servern statt aus Reihen von Schaltschränken bestehen. Datenbussysteme übernehmen dann den Informationsaustausch vom Feld zum Leitsystem. Dies macht die IEC 61850 noch wichtiger.
Ohne die physische Verdrahtung
der Geräte sind auch Schaltpläne oder Klemmenplänen nicht mehr erforderlich.
Infolgedessen verlieren dokumentenorientierte Engineering-Tools, die für detaillierte Informationen auf Schaltpläne angewiesen sind, stark an Bedeutung.
„Dank der Datenorientierung kann EB auch rein alphanumerisch arbeiten. Es ist nicht notwendig, auch nur einen einzigen Plan zu zeichnen, um Details zu definieren“, erklärt Imbusch.
Ein
großer Schritt
EB unterstützt bereits seit Jahren die Norm IEC
61850: durch die Integration des vom Aucotec-Partner H&S entwickelten Substation Configuration Tool (SCT), durch die Beherrschung der erforderlichen Substation
Configuration Language (SCL) und durch die Fähigkeit, die normative SCD-Datei (Substation Configuration Description) zu generieren. „Mit diesem neuen großen Schritt kann EB all dies nun eigenständig bewältigen, ohne XML-Ausgaben und -Übertragungen oder die Synchronisation verschiedener Tools. Die funktionalen Datenmodelle der Intelligent Electrical Devices (IED) sind direkt mit ihren Hardware-Modellen verknüpft. Die Systemlandschaft ist nun deutlich verschlankt und die Belastung der IT wird reduziert“, betont
Michaela Imbusch. Die Verknüpfung von Hardware- und Softwarewelt ist zudem eine
erhebliche Entlastung für Projektmanager. „Immer zu wissen, wo sich die Daten befinden,
und sich darauf verlassen zu können, dass sie aktuell sind, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit“, sagt die Produktmanagerin.
